"Gesunde Ernährung kann Ihr Leben verkürzen": Viel der so genannten gesunden "Lebensmittel" sind für die Katz', ja sogar gefährlich - wer hätt's gedacht?!
Dass wir Verbraucher uns Tag für Tag von der Nahrungsmittelindustrie an der Nase herumführen lassen, ist längst keine neue Erkenntnis mehr. Dafür hat nicht zuletzt Hans-Ulrich Grimm in einigen seiner bisherigen Werke gesorgt, in denen er sich stets kritisch mit modernen Ernährungsgewohnheiten auseinandersetzt. In seinem neuen Buch " Vom Verzehr wird abgeraten" macht er konsequent da weiter, wo er in Büchern wie "Die Ernährungsfalle" nur kurzfristig aufgehört hatte...
60 Jahre stark und froh, Erfinder, mach nur weiter so.
Seit sechzig Jahren zählt er zur Stammbesetzung Entenhausens: Dipl.-Ing. Daniel Düsentrieb! In diesen Tagen feiert der beste Erfinder aller Zeiten seinen jugendlichen sechzigsten Geburtstag.
Wir verdanken Entenhausens genialen Ingenieur mit seinem passend widerspenstigen Haar und charakterstarken Hut mit Kinnriemen dem Großmeister Carl Barks persönlich. Er lies Daniel Düsentrieb (engl. Gyro Gearloose) in Heft 140 des US-amerikanischen Disneycomic-Klassikers Walt Disney’s Comics and Stories 1952 zum ersten Mal auftreten. Düsentrieb hüpfte hier auf einem Pogostock in der Hoffnung durch das Bild, eine neue Methode erfunden zu haben, um Sahne zu Butter zu verarbeiten.
Seitdem hat uns Düsentrieb mit Erfindungen wie dem aufblasbaren Campingwagen, dem raketengetrieben Einrad und der Persönlichkeits-Wechsel-Maschine immer wieder inspiriert. Daniel, weiter so!
Das Buch „God hates us all“ von Hank Moody ist gar nicht von Hank Moody. Ein gewisser Jonathan Grotenstein hat es geschrieben. Dessen größer Verdienst bislang: Ein Poker-Ratgeber.
Doch von vorn. Hank Moody heißt der heißumworbene Held der US-Serie „Californication“ (gespielt von David Duchovny) und in der Serie ist dieser fiktive Hank Autor des Buches „God hates us all“. Genau diesem Buch verdankt er seinen Ruhm, sein kleines Vermögen und seinen Ruf als der Haudegen und den Hollywood-Schriftstellern.
Dieser imaginäre Hollywood-Bestseller ist vor geraumer Zeit nun tatsächlich erschienen. Verfasst von Herrn Grotenstein.
Die Erwartungen steigern sich bei einer derartigen Kultfigur (Moody, nicht Grotenstein) schnell ins Unendliche. Der große Hank und seine Autobiografie. So lebte er vor „Californication“.
Denkfehler vermeiden ist ganz einfach - im wahrsten Sinne des Wortes!
Ach, wie oft wünscht man sich hinterher, einen fatalen - oder auch nur kleinen, aber folgenreichen - Fehler vermieden haben zu können. Hätte man sich nur vorher die Muße des vorherigen Durchdenkens gegönnt - alles wäre sicher ganz anders gelaufen!
Diesem Problem im Allgemeinen widmet sich Rolf Dobelli in seinem mit dem Untertitel "52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen" versehenen Werk recht ausführlich, aber auch mit dem nötigen Augenzwinkern. Im Grunde geht es hier also um den uns Menschen immanenten Wunsch nach Perfektion - und wie man diesem Verlangen durch einfache Techniken näher kommen kann.
In der Tat: Die Fehler, die dabei aufgezeigt werden, sind allesamt derart erschreckend alltäglich, dass man sich schließlich - sozusagen als Fehler Nummer 53 - fragt, warum man nicht früher ein Werk wie das von Rolf Dobelli konsultiert hat. Die Frage, die dem Leser ständig durch den Kopf schießt lautet, mehr oder weniger: "Oh, Mann, klar - warum hab ich das bisher nur nicht beachtet?"
Und schwupp! - schon ist das Buch als Pflichtlektüre für die Anzugtasche des erfolgreichen Managers in aller Munde. Als Kompendium für den perfekten Geschäftsmann und den gewieften Manager des eigenen Lebens.
Das wiederum ist dann doch zu viel des Guten! Zugegeben: die Tipps sind allesamt zwar einleuchtend, unterhaltsam, ja mitunter sogar äußerst hilfreich, so konsequent angewandt! Viel mehr als vor allem unterhaltsame Kost und nur ein wenig mehr als Binsenweisheiten darf man aber auch nicht erwarten. Denn genauso alltäglich wie die Fehler, die das Buch beschreibt, sind auch die angebotenen Lösungen. "Keep it simple" als leitendes Prinzip! Das mag dem Einen mehr, dem Anderen weniger hilfreich sein.
Auch bei Dobelli gilt demnach, wie so oft: Der Weg ist das Ziel, und Erfolg ist, was man selbst daraus macht. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Perfektionieren!
Terroristen nehmen 5.000 Menschen auf der Zugspitze als Geiseln. Was tun?
Am 6. Januar herrscht auf der Zugspitze Hochbetrieb. Auf Deutschlands höchstem Berg tummeln sich an die 5.000 Skifahrer, weitere sind in Seilbahnen und mit der Zugspitzbahn unterwegs. Doch dann sprengen Terroristen die Bahntunnels, fällen die Gondelmasten und bringen hunderte Frauen und Kinder auf einmal um. Die restlichen Touristen werden als Geiseln auf und ihm Berg gefangen gehalten. Was tun, fragen sich Politik, Polizei, Militär, Medien und Betroffene, während ein Nervenkrieg beginnt, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat.
Marc Ritter macht keine halben Sachen. Großer Berg, kolossales Attentat. Auf gut 500 Seiten spielt er das ganze Szenario eiskalt durch. Der Roman schwankt allerdings zwischen Satire (Ritter teilt mächtig in Richtung Politik aus) und hartem und blutrünstigem Thriller (Gewalt am laufenden Band). Er zieht auch alle Klischee-Register, so dass sich "Kreuzzug" stellenweise sogar wie eine Genreparodie liest.
Und trotzdem hat das Buch Schwung. Gute Unterhaltung für den kommenden Sommerurlaub am Strand. Solange keine Berge in der Nähe sind. Denn nach "Kreuzzug" sieht man Seilbahnfahrten mit anderen Augen.
Furioser Abschluss der Vampir-Trilogie von Guilermo del Toro
Es sieht finster aus für die Menschheit. Nach dem Ausbruch der "Seuche" in New York bedrohen die Infektionen jetzt die ganze Welt. Die Befallenen sind jedoch nicht krank - sie verwandeln sich in Vampire. Und so einfach geben sich eine Handvoll Widerstandskämpfer nicht geschlagen. Denn die Weltherrschaft des Vampir-Fürsten muss verhindert werden. Also geben sie den Wesen mit den Reißzähnen Zunder.
Das Autorenduo Del Toro/Hogan liefert mit diesem Finale ihrer Blutsauger-Trilogie einen der besten Genre-Beiträge im Bram Stoker-Jubiläumsjahr. So müssen moderne Vampirgeschichten aussehen. Hier gibt's keinen Teenager-Romantik-Firlefanz, sondern den epischen Kampf gegen das Ende der Welt. Ein düsterer Horrorthriller, großartiges Kopfkino.
Lest mehr, immer, überall!
Heute ist Welttag des Buches. Rund um den Globus feiern Leser die zweitwichtigste Erfindung der Menschheit, und wir feiern mit. Also: Buch in die Hand nehmen, selbst lesen, darin blättern, daraus vorlesen oder jemandem schenken. Los geht's!
Das Buch - eine Legende. Jetzt im Kino.
Wladimir Kaminer ist Russe und aus der deutschen Literatur nicht mehr wegzudenken. Seine Bücher - alles Bestseller. Sein Humor - mitten ins Schwarze. Sein Berlin - unsere Hauptstadt der Herzen. Seit gestern läuft die Verfilmung seines ersten Buchs "Russendisko" in den Kinos, und Kaminer selbst wird darin verkörpert durch Matthias Schweighöfer.
Ich habe den Film leider noch nicht sehen können, dafür aber das Buch noch mal zur Hand genommen. Kaminer, der im Wendejahr 1990 aus der Sowjetunion nach Deutschland ausgewandert ist, sammelte in diesem Buch Momentaufnahmen aus der Zeit, als sich Berlin nach Mauerfall, Wiedervereinigung und den Jahren danach neu erfand.
Auch zwölf Jahre nach Ersterscheinen ist das Buch noch immer eine große Freude. Ich hoffe, der Film wird dem gerecht. Gehen wir einfach mal davon aus.
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