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Sat-over-IP: Satellitenfernsehen über das Heimnetzwerk
Kein lästiges Kabelverlegen mehr: Der Satellitenbetreiber Astra hat den technischen Standard "Sat-over-IP" vorgestellt, mit dem der Satelliten-Fernsehempfang (DVB-S/S2) leichter auf verschiedene Endgeräte verteilt werden kann. Zukünftig können damit bis zu acht Smart-TVs, PCs, Smartphones oder Tablets gleichzeitig mit verschiedenen Fernsehkanälen von nur einer Parabolantenne versorgt werden. Dazu wird auf vorhandene Strukturen gesetzt: Statt eines Digitalreceivers wird ein "Sat-over-IP"-Server an ein Satellitenschüssel mit Mehrfach-LNB (Signalumwandler vor der Antenne) angeschlossen. Der Server wandelt das DVB-S2-Signal für die Verteilung im Heimnetzwerk in ein IP-Signal um, das er an den WLAN-Router schickt. Von dort geht es per WLAN oder Ethernetkabel weiter zu den Endgeräten: Smart-TVs, Smartphones, Tablets oder PCs können mit einer entsprechenden App auf das Fernsehprogramm zugreifen. Erste "Sat-over-IP"-Server, die vier verschiedene TV-Kanäle gleichzeitig an vier Endgeräte verteilen können, werden auf der internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Sie sollen noch dieses Jahr in den Handel kommen. Server, die acht Geräte gleichzeitig bedienen können, erscheinen später. Zukünftig sollen Satellitenreceiver oder -antennen den "Sat-over-IP"-Server direkt im LNB eingebaut haben.
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