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Diana Amft: Vollweib oder Kindfrau?
"Das neue Vollweib im Kino" titelte die "Bild"-Zeitung vor Kurzem. Ein naheliegendes Etikett angesichts der kurvigen Attraktivität von Diana Amft, ihrer blonden Löwenmähne, den vollen Lippen und den großen, wasserblauen Augen. Abseits der Äußerlichkeiten beginnt die Bezeichnung "Vollweib" aber zu wackeln. Im Interview wirkt die kürzlich 37 gewordene Schauspielerin, deren Gesicht in den letzten zehn Jahren keinen Tag gealtert zu sein scheint, eher mädchenhaft. Lässt sich das Bild der sinnlichen Verführerin halten? Welche Art von Weiblichkeit verkörpert Diana Amft (am Montag, 17. Dezember, 20.15 Uhr, im weihnachtlichen ZDF-Episodenfilm "Obendrüber, da schneit es" zu sehen), und warum steht sie auf der Wunschliste vieler TV- und Kino-Macher momentan ganz oben?
Das Gespräch mit Diana Amft überrascht. Die in ihren Rollen schlagfertig wirkende Schauspielerin antwortet auf scheue, etwas umständliche Art. Freundlich zwar, aber doch mit gleichbleibender Skepsis. Wie über ein Minenfeld trippelt sie von Frage zu Frage und benutzt auffallend viele Füllwörter. Häufig weicht sie aus, sie mag Persönliches nicht preisgeben, schweift ab und legt sich nicht auf allzu konkrete Antworten fest. Um mögliche Reizthemen wie Politik oder Religion macht die ehemalige Justizfachangestellte einen besonders großen Bogen.
In der Vergangenheit spielte Diana Amft immer wieder ähnliche Figuren. Nach dem Überraschungserfolg "Mädchen, Mädchen" im Jahr 2001 nahm die Karriere Fahrt auf. Mit Mitte, Ende 20 flatterten aber immer noch Rollen im Teenager-Alter ins Haus, erinnert sie sich im Gespräch: "Ich hatte damals zwar das große Glück, jünger auszusehen als ich war. Aber diese Rollen waren irgendwann von meinem eigenen Leben zu weit entfernt, als dass ich sie authentisch hätte spielen können."
Im späteren Verlauf ihrer Filmografie war es das sympathische Schusselchen, dem Amft mehr als einmal ihr Gesicht lieh. In Anlehnung an "Bridget Jones" wurde sie nach der preisgekrönten, erfolgreichen RTL-Serie "Doctor's Diary" häufig in diese Schublade gesteckt, aber: "Damit habe ich überhaupt kein Problem. Entertainment ist nach wie vor ein Bereich, der mir wahnsinnig viel Spaß macht. Daher sehe ich auch keine Notwendigkeit gegenzusteuern."




























