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Henry Hübchen: "Es wird zu viel geplappert"
Hübchen allerorten. Die Vorweihnachtszeit gehört dem 65-jährigen Berliner, der im Dezember gleich in drei Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen ist. Im Dreamteam mit Milan Peschel und Andreas Schmidt gibt er den Sklavenjäger in "Die Abenteuer des Huck Finn" (Kinostart: 20.12.). Bei "Jesus liebt mich" (Kinostart ebenfalls 20.12.), dem Regiedebüt von Florian David Fitz, spielt der frühere DDR-Star den (liebes-)trunkenen Pastor, der seine Gefühle nur beim Puppenspiel zulässt. Den Grollenden, den Mürrischen, den kann er. Und bei der ARD-Komödie "Weihnachten ohne mich, mein Schatz!" (Fr., 07.12., 20.15 Uhr) vergisst er sogar seine Frau, die daraufhin die Konsequenzen zieht. Granteln und zanken, das scheinen Henry Hübchens Paradedisziplinen. Doch das stimmt gar nicht, erklärt er, gerne auch mal unwirsch, im Gespräch. Denn: Reden ist eigentlich überbewertet.
msn: Gleich zweimal sind Sie im Dezember in Filmen zum Thema Weihnachten zu sehen. Mögen Sie die große Dosis Gefühl, die uns um diese Jahreszeit verschrieben wird?
Henry Hübchen: Wir brauchen natürlich Märchen! Wichtig finde ich nur, dass wir unsere Geschichten als solche kenntlich machen. Wenn ich eine Vision biete, also zeige, wie es sein könnte, darf ich nicht so tun als wäre es die Realität.
msn: Worin liegt sonst die Gefahr?
Hübchen: Dass ich mein Ziel verfehle, den Zuschauer zu erreichen und er mich genervt in die Kitschecke abschiebt.
msn: Beim ARD-Film "Weihnachten
ohne mich, mein Schatz!" hält der Sarkasmus den Kitsch ganz gut in Schach.
Hübchen: Stimmt, und ich mag den Anfang sehr! Deswegen habe ich die Rolle angenommen. Ich spiele Ruprecht Welser, einen Architekten, der mit seiner Frau seit Langem in einem Dienstleistungsverhältnis lebt. Da passiert es ihm eines Tages, dass er zwar die beiden Koffer ins Taxi gepackt hat, aber die Frau, die hat er vergessen ...
msn: Eine traumhafte Vorstellung.
Hübchen: Das sieht die Frau - gespielt von Jutta Speidel - wohl auch so. Das Fass der Verletzungen und Missachtungen läuft über, und sie bricht daraufhin aus und auf. Nachher finden sie natürlich wieder zusammen
weil Weihnachten ist (grinst).

























