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zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 31. Oktober 2012 | Von Hans Czerny, .

Rosa von Praunheim: Mit Witz und Humanität

70 Filme, Dokumentationen und Spielfilme mit kleinem Budget drehte Rosa von Praunheim bislang - mit viel Witz und Humanität. Am 25. November wird er 70 Jahre alt.


Rosa von Praunheim - einfach mal anders in "Rosas Welt" 25.11., 00.40 Uhr, ARTE . - 1 (© © RBB Markus Tiarks)
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  • Rosa von Praunheim - einfach mal anders in "Rosas Welt" 25.11., 00.40 Uhr, ARTE . - 1 (© © RBB Markus Tiarks)
  • Rosa von Praunheim beim Interview zu "Rosakinder". Am 25. November feiert der Regisseur seinen 70. Geburtstag. - 2 (© © WDR Kordes Kordes Film)
  • Rosa von Praunheim ist Provokateur, schwuler Aktivist, Wegbereiter und großartiger Erzähler. - 3 (© © RBB Rosa von Praunheim Produktion)
  • Rosa von Praunheim und seine Lieblingsschauspielerin Eva Mattes, für die das Enfant terrible im Rentenalter ein Inzestgedicht geschrieben hat. - 4 (© © RBB Rosa von Praunheim Produktion)
  • Rosa von Praunheim links mit dem Sänger Rummelsnuff, der mit Seemannsliedern im Elektrostil zu einer Kultfigur in der Schwulenszene wurde Szene aus "Rosas Welt" . - 5 (© © RBB Rosa von Praunheim Produktion)
  • Rosa von Praunheim vorne Mitte und seine "Kinder" von links : Tom Tykwer, Axel Ranisch, Julia von Heinz, Robert Thalheim und Chris Kraus. Sie drehten den Dokumentarfilm "Rosakinder" 25.11., 23.10 Uhr, ARTE . - 6 (© © WDR Kordes Kordes Film)
  • Der Meister aller Selbstdarstellung: Rosa von Praunheim zweiter von rechts mit Axel Ranisch, Robert Thalheim, Julia von Heinz und Tom Tykwer von links . - 7 (© © WDR Kordes Kordes Film)
  • Auf den Hund gekommen: Rosa von Praunheim, zweiter von links und sein Freund Oliver Sechting Mitte im Film "Möpse in Not" aus "Rosas Welt - 7 Filme zum 70. Geburtstag", 25.11., 00.40 Uhr, ARTE . - 8 (© © RBB Rosa von Praunheim Produktion)
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Rosa von Praunheim - einfach mal anders in "Rosas Welt" (25.11., 00.40 Uhr, ARTE).

Wenn man ihm heute begegnet, mag man es kaum glauben, dass der Dokumentar- und Spielfilmregisseur Rosa von Praunheim einst die Welt der Bürger nahezu beliebig auf den Kopf stellen konnte. Skandale waren ihm ein geeignetes Mittel dafür. "Tod auf der Bühne" meldeten einst die Zeitungen in Schlagzeilen, und: "Filmemacher bei Kinoveranstaltung von tödlichen Kugeln getroffen". Darunter: "Der Filmemacher Rosa von Praunheim bricht während einer selbstgefälligen Rede von Kugeln getroffen auf der Bühne zusammen. Erst nach mehreren Minuten verlassen die Menschen fluchtartig den Saal." Alles erfunden und von Rosa als Zeitungsente selbst in die Welt gesetzt. Lustig ging es bei ihm, der nun, am 25. November, kaum glaubliche 70 wird, fast immer zu. Spaß bewirkt mehr als tumb-traurige Betroffenheit, so glaubte der bekennende Schwule, eine Integrationsfigur der Homosexuellen.

Mit seinem 1970 gedrehten Spielfilm "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" wurde er zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Seine späteren Filme, insgesamt 70 an der Zahl, belegten immer wieder die Behauptung des programmatischen Widerspruchs-Titels. Homosexualität und Aids blieben seine Themen, die anfänglich gerne verdrängt wurden. 1973 klinkte sich der BR aus der ARD-Ausstrahlung der Erlebnisse des Berliner Homosexuellen Daniel und dessen allmählicher politischer Emanzipation noch aus.

Noch 1991 sorgte Praunheim für einen Skandal, als er medienwirksame Prominente, die ihre Homosexualität nicht öffentlich machen wollten, outete wie eine Petze. Er wollte damit auf die existierende Aids-Problematik und die Doppelmoral vieler Bürger aufmerksam machen. Die Aktion trieb ihn für geraume Zeit ins Abseits, der verspätete Erfolg scheint ihm dagegen Recht zu geben.

Viel lieber als derlei Aktionen sieht man allerdings Praunheims Filme. Seine berühmte "Bettwurst" von 1971, die befremdliche Annäherung eines Paares in der Spießerwelt der 70er-Jahre, bei der sich Spiel und Dokument kaum unterscheiden lassen, wird erst seit Kürzerem, etwa beim Österreicher Ulrich Seidl, wieder aufgegriffen. Improvisationen, ein bewusst amateurhaft anmutender, witzvoller Stil, sind Praunheims Markenzeichen.

(Fortfahren)

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