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zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 21. November 2012 | Von Rupert Sommer, .

Red Tails

Onkel George spielt Luftschlacht - "Star Wars"-Erfinder Georg Lucas produzierte einen Film über die einzige rein afroamerikanische Jagdflieger-Einheit, die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Pathos, Klischees und Luftschlacht-Verherrlichung stehen dem Film im Weg.


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Der Kriegsfilm "Red Tails" (2012) erzählt von der einzigen rein afroamerikanischen Fliegerstaffel, die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.

"Zeigt keine Gnade", bellt der deutsche Kommandant der Nazi-Fliegerstaffel in sein Funkgerät und schießt mit seinen Kameraden mitten hinein in ein US-Geschwader, das in riesigen, aber unbeweglich wirkenden Fluggeräten todbringende Bomben Richtung Deutsches Reich transportiert. Mit Widerstand hat der blonde Klischee-Teutone allerdings nicht gerechnet: Plötzlich werden die deutschen Jäger selbst zu Gejagten. Tollkühne US-Piloten bieten ihnen die Stirn und schützen den Bomber-Konvoi. Der Blick in die Flieger verrät Ungewöhnliches: Die Himmels-Helden sind dunkelhäutig - eine afroamerikanische Jagdstaffel. Den "Tuskegee Airmen", die lange um ihren Platz in der Weltkriegs-Geschichtsschreibung kämpfen mussten, widmet Produzent George Lucas ein Kino-Denkmal. Sein Ansinnen ist nobel - der fertige Film, der mit seinem Schlachten-Pathos wie aus einer anderen Zeit wirkt, ist dagegen nur schwer zu ertragen.

Es stimmt ja: Von den afroamerikanischen Helden der 322. Jagdstaffel der US-Airforce hat man diesseits, aber offenbar auch jenseits des großen Teichs bislang noch nicht allzu viel gehört - wenn man mal von einer HBO-Fernsehfilmproduktion aus dem Jahr 1995 absieht. Tatsächlich zeigte die große Nation auch in der Stunde höchster kriegerischer Anspannung ihr hässliches Gesicht - den in den 40er-Jahren noch stark ausgeprägten Rassismus.

So waren sich die führenden US-Generäle lange einig, dass Afroamerikaner angeblich nicht zum Einsatz in den technisch hochgerüsteten Flugzeugen geeignet waren. Bis auf die "Tuskegee Airmen", die tief in der Provinz, in Alabama ausgebildet wurden, war Schwarzen eine Karriere in der Luftwaffe verwehrt. Major Emanuelle Stance (Oscar-Preisträger Cuba Gooding Jr.) setzt alles daran, dass seine Jungs, von deren fliegerischem Können und Kampfgeist er fest überzeugt ist, endlich doch gefährliche Einsätze fliegen dürfen, anstatt stumpfe Hilfsdienste in der Etappe zu leisten.

Gezeigt wird, wie sich die Pilotenstaffel, die in der Endphase des Kampfes gegen Hitler-Deutschland zunächst nach Nordafrika, dann nach Italien verlegt wurde, bei immer mehr Feindkontakten bewährt und schließlich zum Geleitschutz der Bomber eingesetzt wird. Bis es soweit ist, lässt Regisseur Anthony Hemingway allerdings kaum ein Klischee des Glanz- und Gloria-Kriegsfilms aus - vom Soldatenliebchen, für das einer der Piloten in Italien entflammt, über den abgeschossenen Kameraden, der den Deutschen in die Hände fällt, bis hin zum moralisch verkommenen Alkoholiker, der sich im Moment größter Gefahr doch wieder zusammenreißt und Heroisches leistet.

(Fortfahren)

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