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zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15. November 2012 | Von Andreas Günther, .

Cops, Piraten und Festivaljuroren - Oder doch der andere Film? Ein Jurymitglied berichtet vom Filmfestival von Thessaloniki

Die Qual der Wahl: Ein Einblick in die Arbeit eines Festivaljurors.


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Michal Oleszczyk (links) und Andreas Günther (Mitte) gehören zur Fipresci-Jury.

Wie wählt man richtig? Jeder echte Kinofan möchte einmal Filmpreise vergeben. Aber welche Streifen sind es wirklich wert? Und vor allem: Warum? Alte Jury-Hasen und junge Hüpfer entscheiden beim internationalen Filmfestival von Thessaloniki über diverse Anwärter. Ein Erfahrungsbericht.

Nach langem Kreuzen im Indischen Ozean freut sich Schiffskoch Mikkel (Johan Philip Asbæk) auf die Rückkehr zu Frau und Kind. Aber dann wird das Schiff von somalischen Seeräubern gekapert und die Mannschaft als Geiseln genommen. Während Mikkel einen Albtraum erlebt, will der Reeder auf professionellen Rat hin hart bleiben und die Piraten von ihrer astronomischen Lösegeldforderung herunterhandeln. Über tausende Kilometer Entfernung entspinnt sich ein psychologisches Powerplay. Als Tage, Wochen und Monate ergebnislos verstreichen, werden die Somalis ungeduldig und der Finger am Abzug ihrer Schnellfeuergewehre allmählich nervös.

Als Juror ist man geradezu dankbar für einen Beitrag wie "A Hijacking" zum Internationalen Filmfestival von Thessaloniki, das noch bis Sonntag, 11. November, andauert. Der dänische Piratenfilm der etwas anderen Art wirkt absolut stimmig. Bald die eine, bald die andere Perspektive zu zeigen, ohne sie reißverschlussartig zu verschränken, lässt zwei Interessen aufeinanderprallen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Hier der Schiffskoch, der verzweifelt sein Leben retten will, dort der Reeder, der das Wohl seiner Firma im Blick hat. Dabei stehen die menschlichen Konflikte im Vordergrund, und auch die Piraten haben ein Gesicht.

So weit, so gut. Aber abends im Hotelzimmer, bei einem langen, entspannenden Bad, kommen die Zweifel. Gibt es nicht in "A Hijacking" doch ein paar sensationsheischende Taschenspielertricks? Und sendet der Film ein Signal aus, das das Sehen, Denken und Fühlen verändern kann? Oder darf man das gar nicht verlangen? Die Stärken und Schwächen eines Films so abwägen, dass daraus ein gerechtes Urteil und vielleicht auch ein Preis wird - das ist eine Kunst für sich. Und sich unter fünf internationalen Jury-Kollegen zu einigen, unter Umständen eine besondere Herausforderung.

(Fortfahren)

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