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Platz da, Batman! - Worauf sich Kinogänger dieses Jahr noch freuen dürfen
Das ist er jetzt, der Film des Jahres? Nicht wenige Kritiker kündigten "The Dark Knight Rises" zumindest als diesen an - meist allerdings in ihrer hoffnungsvollen Vorberichterstattung. Die Reaktionen nach der Sichtung fielen dann zwar gut, aber nicht mehr ganz so euphorisch aus. Das Rennen um den schwammigen Titel ist also noch nicht beendet - und könnte sogar ziemlich spannend werden: Die potenziellen Blockbuster sind nach dem Ende der Sommerpause dicht gesät.
Schon allein das Augustprogramm dürfte viele Cineasten das durchwachsene Sommerwetter vergessen lassen: Mit "Merida - Legende der Highlands" (2. August) etwa präsentieren Disney und Pixar eine junge Heldin, die das Zeug hat, große und kleine Kinogänger gleichermaßen mitzureißen. Die temperamentvolle Prinzessin kämpft in dem Animationsabenteuer zunächst gegen die traditionelle Rollenverteilung - und dann gegen einen verhängnisvollen Fluch. Science-Fiction-Liebhaber müssen sich noch eine Woche länger gedulden: Dann startet in Deutschland endlich "Prometheus - Dunkle Zeichen" - der Film, in dem Altmeister Ridley Scott in diesen unheimlichen Kosmos zurückversetzt, den er 1979 für "Alien" entwarf. Und wenn man gerade so schön in Sci-Fi-Nostalgie schwelgt, kommt das "Total Recall"-Remake mit Colin Farell am 23. August gerade recht. Was eigentlich Arnold Schwarzenegger macht, den 1990 im Originalfilm die gefährlichen Gedächtnislücken plagten? Ganz einfach: In "The Expendables 2" (30. August) so tun, als wäre seine Actionfilmkarriere nie von der politischen unterbrochen worden.
Während der August mit alten Actionhelden ausklingt, trumpft der September mit einem neuen auf. Wobei neu in diesem Fall ein relativer Begriff ist: Das Grundprinzip - Spezialagent, der vor seiner eigenen Organisation fliehen muss - wurde in der dreiteiligen "Bourne"-Reihe schon erfolgreich ausgewälzt. "Das Bourne Vermächtnis", das am 13. September angetreten wird, soll zwar direkt an die vorherigen Filme anknüpfen, erhält jedoch mit Aaron Cross eine andere Hauptfigur. Statt Matt Damon kämpft sich nun also Jeremy Renner durch - seit "Tödliches Kommando" (2008) Hollywoods erste Wahl, wenn ein harter Kerl gefragt ist.
Wie schon "Die Bourne Verschwörung" (2004) und "Das Bourne Ultimatum" (2007) hat übrigens auch "Das Bourne Vermächtnis" nur sehr, sehr wenig mit der jeweiligen Romanvorlage zu tun. Gerade bei umfangreicheren Buchreihen bewährte es sich aber schon oft, Handlungselemente aus verschiedenen Bänden in einen einzigen Film zu packen. Aufmerksame Leser der "Asterix"-Hefte werden in der 3D-Realverfilmung "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" (18. Oktober) zum Beispiel Handlungsstränge aus "Asterix bei den Briten" sowie "Asterix und die Normannen" wiederfinden, aufgepeppt mit einer Reihe neuer Ideen von Regisseur Laurent Tirard - die von Catherine Deneuve gespielte Königin zum Beispiel kommt in keinem der beiden Comics vor.




























