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"Wir wollten so etwas wie 'Star Wars' machen" - Regisseur, Autor und Hauptdarsteller RZA spricht über "The Man With The Iron Fists" (Start: 29.11.)
Rapper RZA, Jahrgang 1969, mit bürgerlichem Namen Robert Fitzgerald Diggs, ist ein vielbeschäftigtes Multitalent. Mit der Gründung der HipHop-Gruppe Wu-Tang Clan mischte er kräftig die Musikszene auf, sammelte Grammys ein und verkauft bis heute viele Alben. Doch gleichzeitig zieht es ihn immer wieder zum Film. Für Jim Jarmuschs "Ghost Dog - Der Weg des Samurai" und Quentin Tarantinos "Kill Bill, Vol. 1" schrieb er Musik und übernahm als Schauspieler kleinere Rollen. Mit "The Man With The Iron Fists" (Start: 29.11.) über einen afroamerikanischen Schmied im Visier verfeindeter Clans im China des 19. Jahrhunderts hat er sich den Traum eines Martial-Arts-Films erfüllt. Unter eigener Regie und auf der Basis eines mit "Hostel"-Schöpfer Eli Roth verfassten Drehbuchs spielt er die Hauptrolle an der Seite seiner Stars Russell Crowe ("Gladiator") und Lucy Liu ("Drei Engel für Charlie"). Im Interview plaudert er gut gelaunt über Regielehrstunden bei Quentin Tarantino, den Spaß beim Drehen und die Sache mit der Spiritualität.
msn: RZA, wie lange wollten Sie schon "The Man With The Iron Fists" auf die Leinwand bringen?
RZA: "The Man With The Iron Fists" habe ich seit 2005 im Kopf. Und nun habe ich ihn endlich gemacht, als Zeugnis künstlerischen Ausdrucks, so großartig, wie ich es vermochte. Es ging nicht früher - ich war zu beschäftigt, Musik zu machen (lacht).
msn: In der Rolle des Schmieds erzählen Sie Teile der Geschichte aus dem Off in gereimten Wörtern. Ist der Film für Sie so etwas wie ein Rap-Song in Bildern?
RZA: Nicht ganz so, aber Poesie dennoch. Bilder sind für mich schon an sich Poesie. Wenn Sie sich den Film genau anschauen, haben Sie viele einzelne Bilder, die für sich stehen könnten.
msn: Sie lernten das Filmemachen von niemand Geringerem als Quentin Tarantino. Wie war das?
RZA: Für mich ist das der beste Profi in dem Metier, den ich treffen konnte. Ich lernte ihn auf dem Set von "Kill Bill, Vol. 1" kennen, für den ich einen Teil der Musik gemacht habe. Er brachte mir bei, sich bei der Regie nie auf einen Stil zu beschränken, sondern so viele Stile wie möglich zu mixen, für Abwechslung zu sorgen. Er ist wirklich ziemlich eklektizistisch. Er hat einfach so viele Ideen, wie man Filme machen kann, das ist magisch.
msn: Wie sind Sie vorgegangen, als Sie zusammen mit "Hostel"-Schöpfer Eli Roth das Drehbuch schrieben?
RZA: Eli ist in erster Linie ein guter Freund, das ist ganz wichtig. Wir wollten einfach einen total verrückten Film machen - so was wie "Star Wars", verstehen Sie (lacht)? Eli brachte darüber hinaus noch große Vielschichtigkeit in die Geschichte ein. Dabei sollte der Film doch gleichzeitig so plastisch und witzig wie ein Comic-Buch sein.
























