Nun heißt es Abschied nehmen: Mit "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2" endet die "Twilight"-Saga.

Nun heißt es Abschied nehmen: Mit "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2" endet die "Twilight"-Saga.

Mit gemischten Gefühlen sahen die "Twi-hards" diesem November entgegen: Einerseits durften sie sich auf einen neuen "Twilight"-Film freuen. Andererseits war ihnen schmerzlich bewusst, dass jener auch der letzte sein würde. "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2" ist das finale Kapitel einer Liebesgeschichte, die von den einen abgöttisch geliebt und den anderen leidenschaftlich gehasst wurde. So weit die Meinungen über die Qualität der Reihe auch auseinandergehen: Dass sie ein Erfolg war, steht außer Frage.

Die Investition in die Verfilmungsrechte für Stephenie Meyers Jugendbuch-Serie zahlte sich für das Independent-Studio Summit mehr als aus: Mit Ausnahme von "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1" spielte jeder Film der Reihe weltweit etwa das Zehnfache seines Budgets ein. Dabei brachten die Geldgeber der Vampirromanze anfangs noch nicht einmal übermäßig viel Vertrauen entgegen: Lediglich 37 Millionen US-Dollar standen Catherine Hardwicke zur Verfügung, um 2008 den ersten Teil der Saga zu verfilmen. Zum Vergleich: "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" kostete 78 Millionen, "Harry Potter und der Stein der Weisen" 125 Millionen und der erste Teil der "Narnia"-Reihe gar 180 Millionen.

Viel ist geschehen, seit der Menschenblut-abstinente Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson) die tollpatschige Schülerin Bella Swan (Kristen Stewart) vor einem ins Schleudern geratenen Auto rettete: Mittlerweile sind sie verheiratet, Eltern - und seit der letzten Einstellung von "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1" beide unsterblich.

Wie es sich anfühlt, ein neugeborener Vampir zu sein, visualisiert Regisseur Bill Condon ausgesprochen publikumsnah. Wenn Bella rennt, stellt er der Perspektive der Zuschauer Bellas Wahrnehmung der gleichen Szene gegenüber. Wenn sie einen Punkt in der Ferne fixiert, lässt er Kameramann Guillermo Navarro eine Überblendung später im Makrobereich filmen. Mit ihren geschärften Vampirsinnen und der neugewonnenen Körperkraft wird Bella nach vier Filmen jetzt endlich eine aktive, treibende Figur. Das permanent rettungsbedürftige Mädchen von einst kann sich nun selbst beschützen - und andere mit.