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"Hugo Cabret" ist Martin Scorseses erster 3D-Film - und auch sein erster Familienfilm.
Elf Oscarnominierungen. Eine mehr als der große Favorit "The Artist". Damit hatte wohl nicht einmal mehr Martin Scorsese gerechnet. Nicht, nachdem sein erster Familienfilm "Hugo Cabret" bei der Verleihung der Golden Globes lediglich in drei Kategorien vorgeschlagen war und in nur einer - beste Regie - triumphierte. Und nachdem das 3D-Abenteuer nur rund ein Drittel seines 150-Millionen-Dollar-Budgets an den US-Kinokassen einspielte. Wie die Meinungen von Publikum und Academy so auseinandergehen können? Ein Erklärungsversuch ...
Die Zeichen stehen auf Abenteuer, schon aufgrund der Lebensumstände des kleinen Titelhelden: Seit sein Vater (Jude Law) tragisch ums Leben kam, haust der Zwölfjährige Hugo Cabret (Asa Butterfield) um 1930 im Dachgeschoss des Pariser Bahnhofs Montparnasse. Nur ein Automatenmensch, den er seit dem Tod des Vaters allein repariert, leistet dem Waisenjungen Gesellschaft - bis sich eines Tages Isabelle (Chloë Grace Moretz), die Ziehtochter des griesgrämigen Spielwarenverkäufers Georges (Sir Ben Kingsley), mit dem Außenseiter anfreundet. Und wie es der Zufall so will, trägt sie den herzförmigen Schlüssel um den Hals, mit dem sich der rätselhafte Automatenmensch aufziehen lässt.
Doch einmal zum Leben erweckt, bringt das metallene Männchen keine Schatzkarte, keinen Zauberspruch und keine Nachricht von Hugos Vater zu Papier - sondern die Zeichnung eines Mondgesichts, in dessen Auge eine Rakete steckt. Genau an dieser Stelle des Films beginnt der Riss, aus dem die Kluft zwischen Publikum und Fachleuten entstehen soll.
Denn die Fachleute erkennen das Bild bereits, bevor der Automatenmensch die Zeichnung mit dem Namen Georges Méliès signiert: Es ist das einprägsamste Bild aus "Le voyage dans la lune", dem bekanntesten Werk des Filmpioniers Georges Méliès - den Isabelle erstaunt als ihren Ziehvater identifiziert.


















