Erfinder Flint Lockwood und die Journalistin Sam trauen ihren Augen nicht: Es regnet Hamburger!

Erfinder Flint Lockwood und die Journalistin Sam trauen ihren Augen nicht: Es regnet Hamburger!

Kein Wunder, dass die Klimakatastrophe im Film auf schmackhafte Weise veräppelt wird: Berauscht von dem Gefühl, endlich die Anerkennung zu bekommen, die ihm immer verwehrt wurde, zaubert der kreative Flint so gut wie alles aus dem Himmel, was die Speisekarte der Träume bereithält. Als kulinarischen Hotshot eröffnet er sogar ein Restaurant namens "Roofless" - ohne Dach. Speck, Eier und Pfannkuchen zum Frühstück, Filet-Steaks, Spaghetti Bolognese, Sellerie, Eiscreme und ein Spielparadies aus Götterspeise. Doch merkt der von Ehrgeiz und Ruhmsucht verblendete Erfinder nicht, dass seine Schöpfung außer Kontrolle gerät: Die Lebensmittel werden immer größer, gigantischer, grässlicher. Schuld sind Mutationen, die zwangsläufig entstehen müssen, wenn der Wundertransformator überbeansprucht wird.

Wie korrumpierend sich der Wunsch, beliebt zu sein, auf Psyche und Verhalten eines im Grunde liebenswerten Genius auswirken und ihn zu Größenwahn und Verantwortungslosigkeit anstacheln kann, zeigt das Fleischbällchen-Abenteuer in heiterer Videoclip-Manier. Jedoch ohne moralinsauer zu wirken oder auch nur die ehrenvolle Tradition der tugendhaften Familienbildung aus dem Hause Disney durch den Kakao zu ziehen. Nichtsdestotrotz folgt auch der Aufstieg Flint Lockwoods von der verhassten Witzfigur zum Vorzeigestar der Gemeinde einem längst ausgetretenen Pfad der Erkenntnis.

Die Mutter früh verstorben, der Vater ein einfacher, genügsamer Fischermann mit buschigen Augenbrauen und Schnauzbart, der mit seinen bodenständigen Weisheiten keinen Zugang zur Seele seines umtriebigen Zöglings bekommt - geschweige denn zu seinem Computer. Doch bis Papa und Sohnemann zueinanderfinden, muss die Welt erst an den Rand des Abgrunds gedrängt werden. Dass New York, London und Paris nicht von riesigen Hackbällchen, Cocktailkirchen und Maiskolben in Grund und Boden gestampft werden, kann schließlich durch ein beherztes Eingreifen der Vernunft abgewendet werden. Und wenn hier Referenzen an "Star Wars" und "Independence Day" mit Pizzastücken als feindliche Flugobjekte bemüht werden, dann trägt das zum etwas wirren, aber ebenso leichtfüßigen und unterhaltsamen Patchwork-Charakter des Trickfilms bei.


Weitere Infos unter:

Audio/Video: Infoseite zum Film
Video/Trailer (Flash)
Video/Trailer (Quicktime)
Video/Trailer (WMV)
Homepage des Films

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Filmname:Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Filmbewertung:ausgezeichnet
Originaltitel:Cloudy with a Chance of Meatballs
Starttermin:28.01.2010
Genre:Trickfilm
Regisseur:Chris Miller, Phil Lord
Entstehungszeitraum:2009
Land:USA
Freigabealter:6
Verleih:Sony
Laufzeit:90 Min.