Stefanie Heinzmann: Stefanie Heinzmann

Es ist das Licht am Ende des Tunnels. Nach einer gesundheitsbedingten Zwangspause - die Stimmbänder und die Bandscheibe machten Probleme - ist Stefanie Heinzmann, Stefan Raabs zweiter Musikzögling, zurück. Und das ganz und gar. Schlicht "Stefanie Heinzmann" titelt das dritte Album der 22-jährigen Schweizerin, auf dem sie sich nicht neu erfindet, dafür aber alles aus sich herausholt.

Auch wenn es ihr Name oft nicht vermuten lässt - Stefanie Heinzmann kann schillern. Uptempo ist angesagt, wenn die "Brillenträgerin des Jahres 2009" offenbar inspiriert von den überwundenen Rückschlägen beschwingt zum Mikro greift.

"Diggin' In The Dirt", die erste Single-Auskopplung der Platte, ist richtungsweisend. Tanzbare Soulmusik, gleißend hell, frech, ausgelassen. Während Stefanie Heinzmann musikalisch meist die Puppen tanzen lässt, legt sie textlich schon mal die Stirn in Sorgenfalten. "Numb The Pleasure", ein Song aus ihrer Feder, mischt unbekümmerte Beats mit Bekenntnissen der Sängerin aus einer schmerzhafteren Zeit. Melancholische Musikmomente wie "Everyone's Lonely" bleiben die Ausnahme.

Die Manie behält die Oberhand. Mit Liedzeilen wie "I'm up on the edge but I won't fall. I'm learning to run before I can crawl" predigt Stefanie Heinzmann Optimismus, feiert kompromisslos die überwundene Krise. Mal Rockröhre ("Fire"), mal kieksende Sirene ("Coming Up For Air"), mal funky Souldiva ("Stain On My Heart", "Second Time Around") - Stefanie Heinzmann kreuzt Raues mit Geschmeidigem, groovt verlässlich und rockt gemäßigt!