Die Alben der Woche
Moby: Wait For MeMit "Nightlife" versuchte Moby zuletzt so etwas wie ein Zurechtrücken der Tatsachen. Hedonismus als Lebensart, Feierei der Feierei wegen - das war im Prinzip die Botschaft des letzten Albums, das der New Yorker Techno-Veteran für den Unterhaltungskonzern EMI einspielte.
Wilco: Wilco (The Album)Falls jemand fragt: Das Kamel heißt Alfred. Und glücklicherweise ist der Coverstar des neuen Wilco-Albums der einzige neue Name, den man sich merken muss (oder auch nicht). Denn nach 15 Jahren Bandgeschichte ist "Wilco (The Album)" tatsächlich das erste Album, das in derselben Besetzung aufgenommen wurde wie sein Vorgänger.
Jonas Brothers: Lines, Vines And Trying TimesSo ganz wird man ja erst mal das Gefühl nicht los, dass hier hauptsächlich die große Teenie-Vermarktungsmaschine geschmiert werden soll. Gut, das Debüt der Jonas Brothers erschien letztes Jahr etwas verspätet in Deutschland. Aber "Lines, Vines And Trying Times" ist jetzt bereits das dritte Album der drei Rockpop-Schnuckel aus der Disney-Schmiede innerhalb eines Jahres.
La Roux: La RouxEs ist ohne Zweifel der Sommer der Fräuleinwunder: Little Boots, Amanda Blank, jetzt La Roux. Die Kombination aus Pop, Elektrobeats und einer starken kreativen Identität ist so etwas wie das Ding der Stunde.
Killswitch Engage: Killswitch EngageKillswitch Engage - der Name fällt im Zusammenhang mit jeder zweiten Metalcore-Scheibe. Ein Zeichen für die Stil prägende Bedeutung der Truppe aus Westfield, Massachusetts. Als die Welt dringend eine Mixtur aus brutaler Härte und Melodie benötigte, stand das US-Quartett in der vordersten Reihe.
Little Boots: HandsOb Lady Gaga, La Roux, White Lies oder Passion Pit - vertraut man auf das Urteilsvermögen der BBC-Musikexperten, können sie alle einpacken. Denn das Jahr gehört laut deren "Sound of 2009"-Liste niemand anderem als Victoria Hesketh, die unter dem Namen Little Boots schon seit geraumer Zeit das Internet unsicher macht.
Michael Bublé: Michael Bublé Meets Madison Square GardenDie Crooner sind wieder da, beziehungsweise reinkarniert, und einer der Größten unter den jungen Alten ist sicherlich Michael Bublé, der seit seinem Debüt 2003 eine bemerkenswerte Karriere hinlegte. Den musikalischen Ritterschlag erhielt der 33-jährige Wunderknabe bei einem Gala-Abend im Madison Square Garden, dieser erscheint nun als Mitschnitt in Form einer Konzert-CD plus DVD.
Diverse: O.S.T. Transformers - Revenge Of The FallenWillkommen zum zweiten Teil der "Transformers"-Saga: Die Schlacht der "Robots In Disguise" geht im Kino in die nächste Runde. Und wie schon zum ersten Teil gibt es zwei getrennte Tonträger für die ausschließlich akustische Berieselung zu erwerben.
The Gossip: Music For MenUnd dann war Beth Ditto, die Frontfrau von The Gossip, neulich auf dem Titel einer großen deutschen Musikzeitschrift. Die Reaktionen der Leserschaft im Internet waren verblüffend harsch, so manche sagten: Der einzige Grund für die Popularität dieser Band sei die Korpulenz ihrer Frontfrau. Natürlich, die Optik von Menschen spielt in jede Wertung eines Kulturproduktes hinein.
Daniel Merriweather: Love & WarMorddrohungen habe er erhalten, nachdem er es wagte, "Stop Me If You Think You've Heard This One Before" von The Smiths zu covern, enthüllte Daniel Merriweather kürzlich. Dabei war das noch nicht einmal seine Idee: "Stop Me", wie die Neuauflage kurz und bündig hieß, erschien auf dem Album seines Produzenten Mark Ronson.
Daniel Schuhmacher: The AlbumBodensee-Bodenständigkeit oder schon Gewinner-Größenwahn? Theoretisch könnte man den Titel des Debüts von DSDS-Sieger Daniel Schuhmacher in beide Richtungen interpretieren. Mit "The Album" will der 22-jährige Sänger jetzt zeigen, dass mehr in ihm steckt als nur ein - bislang noch jedem Gewinner der RTL-Castingshow sicherer - Nummer-eins-Singlehit.
The BossHoss: Do Or DieIndem sie Hits wie Electric Six' "Gay Bar" und "Ca Plane Pour Moi" von Plastic Bertrand in partytauglichen Country verwandelten, begeisterten The BossHoss die Massen und sammelten schnell ganz viele Fans.
Chris Isaak: Mr. LuckyAuch rückblickend ist nicht wirklich auszumachen, wann und wieso Chris Isaak den Faden verlor. Doch zweierlei scheint heute klarer denn je. Erstens: Der passionierte Tollenträger war Ende der 80er-Jahre der legitime Erbe Roy Orbisons. Mithin eine Ausnahmegestalt, dessen flammende Herzschmerzdramen gefährlich nah am Wahnsinn gebaut waren.
The Mars Volta: OctahedronSobald erste Meldungen über ein in naher Zukunft erscheinendes neues Mars-Volta-Album in die Datennetze dieser Welt eingespeist werden, geht die Anzahl der Beiträge in Fan- und Musik-Foren exponential in die Höhe.
Dinosaur Jr.: FarmEin neues Album von Dinosaur Jr. - in Orginalbesetzung. "Beyond" war 2007 das erste gemeinsame Album seit fast 20 Jahren - und schon allein deswegen eine kleine Sensation.
Madness: The Liberty Of Norton FolgateWer mag das sein, die "North London Invaders"? Ganz recht, das ist der Gründungsname der später als Madness bekannt gewordenen Ska-Truppe, die vor exakt 30 Jahren ihr erstes Album veröffentlichte. Grund zum Feiern, und Anlass für die Band, mit einem neuen Studioalbum namens "The Liberty Of Norton Folgate" um die Ecke zu kommen.
Graham Coxon: The Spinning Top"Ich wollte zeigen, wie aufregend Akustikgitarren sein können, wie dynamisch und gehaltvoll und herzergreifend rau sie klingen können - und das in einer Zeit, in der akustische Musik entweder zu süß oder zu hingerotzt erscheint." Ex-und-jetzt-wieder-Blur-Gitarrist Graham Coxon hatte für "The Spinning Top" also einen Masterplan.
Ania Jools: Bilder von mirIst die aber hübsch. Kann die aber toll singen. Als Frau ist es gar nicht so einfach, nicht innerhalb von Millisekunden vom puren Neid aufgefressen zu werden, wenn man die 22-jährige Ania Jools aus München zum ersten Mal hört und sieht. Die junge Lady hat den Soul und den lässt sie auf ihrem Debutalbum "Bilder von mir" auch gehörig raus.
Brett Dennen: Hope For The HopelessAltbekannter Folk-Pop funktioniert ja nicht bei jeder Stimmung. Aber wer seine Lieder so liebevoll intoniert wie der Kalifornier Brett Dennen auf "Hope For The Hopeless", dem kann man wohl kaum mit schlechter Laune kommen.
Spinal Tap: Back From The DeadEin dreifaches "Kult, Kult, Kult!" Eines für David St. Hubbins, eines für Nigel Tufnel, eines für Derek Smalls. Besser bekannt sind sie als Spinal Tap. "Englands lauteste Heavy Metal-Band" begann ihr Leben einst auf unkonventionellem Wege…
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