Die Alben der Woche
The Feeling: Join With UsDass "Twelve Stops And Home", das Debüt der britischen Band The Feeling , so gar niemanden interessierte, war eigentlich eine grobe Sünde. Denn da war doch für jeden was dabei! Neben fein ausziselierten Popsongs wie "Sewn" standen grob eingängige Party-Schlachtrösser wie "I Love It When You Call".
In Extremo: SängerkriegErklären muss man diese Band schon lange nicht mehr. Burg, Mittelaltermarkt und Spielmannsfest waren gestern. In Extremo sind keine Exoten mehr, sondern ganz einfach: eine der führenden deutschen Rockbands.
Neil Diamond: Home Before DarkHungrig, so schreibt Neil Diamond in den Linernotes zu "Home Before Dark", sei er gewesen, auch diesmal wieder. Und nein, auch nach so vielen Platten sei es nicht einfacher geworden, eine neue aufzunehmen. 14 Monate lang dauerte der Prozess der Findung und Sichtung und schließlich der Aufnahme dieser Songs.
Matmos: Supreme BalloonMatmos, die Meister der verqueren Elektronik, bescheren uns auch mit ihrem neuen Album wieder ein extravagantes Sammelsurium durchgeknallter Soundscapes.
Jenson: GroßstadtschmutzMünchen ist eine ausnehmend possierliche Stadt mit vielen Parks, hübschen Bauten aus allen möglichen Epochen und vielen kleinen Kehrwagen, die auf beinahe obsessive Art und Weise die Gehsteige innerhalb des mittleren Ringes Tag für Tag säubern.
The Dresden Dolls: No, VirginiaRockmusik goes Brecht, Pop-Extravaganza goes Cabaret! Das Echo, das The Dresden Dolls vor ein paar Jahren mit ihrem selbst betitelten Debüt auslösten, hallt bis heute durch die Musiklandschaft.
Paula: So wie jetztDer "Soundtrack fürs neue Jahrtausend", so schreibt die Plattenfirma, seien Paula vor acht Jahren gewesen. Das mag etwas übertrieben sein, aber: "Als es passierte" war damals so eine Art Hit und ganz nebenbei ein durchaus angenehmer, weil unaufdringlicher Popsong.
Santogold: SantogoldDiese Stimme zu beschreiben ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Santi White krächzt, bellt, jault, schreit - je nach Laune, immer mit Anmut. Sie hat den Soul, sie hat die Leichtigkeit, sie hat das Volumen.
Die Happy: VI"We are the ordinary people, live an ordinary life". Das Erfolgsstück von "No Nuts No Glory" klingelt uns noch in den Ohren, jetzt stehen Die Happy mit dem Nachfolger auf der Matte. Die ganz normalen Jungs und die Frau zum Pferde stehlen, immer gut gelaunt, immer kumpelhaft, machen ernst mit ihrem Motto und veröffentlichen mit "VI" (oder "Six") eine "ganz normale" CD.
Madrugada: MadrugadaSie wollten back to the roots, zurück auf Anfang. Madrugada wollten mit ihrem sechsten Album an alte Werte und Qualität anknüpfen. Dies zeigt die Zusammenarbeit mit John Agnello.
Disco Ensemble: Magic RecoveriesWikipedia erklärt's halt immer wieder so superschön: "Kennzeichnend für ein Ensemble ist die vergleichsweise hohe Eigenverantwortlichkeit und Kompetenz aller beteiligten Personen", erzählt uns das Online-Lexikon. Das alles trifft auch auf Disco Ensemble zu.
Nneka: No Longer At EaseLauryn Hill, Erykah Badu, aber auch Fela Kuti und Mos Def: Das sind die Musiker, an die man selbst und die, an die Nneka denkt, wenn es um ihre Einflüsse geht. "Victim Of Truth", das vor etwa zwei Jahren erschienene Debüt, transportierte all das auf durchaus überzeugende Weise.
Mick Hucknall: Tribute To BobbyEin "Tribute To Bobby" hat Mick Hucknall, früherer Frontmann von Simply Red, nun aufgenommen. Nur - welcher Bobby? Bobby Brown? Bobby Valentino? Bobby McFerrin oder Bobby Ewing? Nein, es handelt sich um Bobby "Blue" Bland, einen der arriviertesten und trotzdem unpopulärsten R'n'B-Sänger, der inzwischen stolze 78 Lenze zählt.
Dave Koz: At The MoviesSie lieben alte Hollywoodfilme? Sie mögen die mitreißenden Melodien der "West Side Story", des "Wizard Of Oz" oder des "Pink Panther"? Das können wir ändern! Der aus unerfindlichen Gründen Grammy-nominierte Schmalzsaxofonist Dave Koz interpretiert auf "At The Movies" die schönsten Lieder der Filmgeschichte.
Kleinstadthelden: Resignation und AufstehenSie wollen gehört werden. Und deshalb droppen die Kleinstadthelden große Namen im Beipackzettel ihres Debüts "Resignation und Aufstehen". Get Up Kids und Tomte, das sind mal Statements.
Sons Of Buena Vista: Con un poco de ayudaNatürlich kann man das immer weiter treiben: Den Buena Vista Social Club von den Sons Of Buena Viasta ablösen lassen und danach von den Enkeln. Langweilig, meinen Sie?
The Jessica Fletchers: You SpiderSeit dem ersten Album "What Happend To The ?" von 2002 huldigt die Band aus Norwegen konsequent und perfekt kopierend dem 60er-Beat-Sound mit seinen Harmoniegesängen, Orgeln und netten, unaufdringlichen Gitarrensounds.
Keyshia Cole: Just Like YouDas nächste Fräuleinwunder. Und das nächste Produzenten-Ding. Estelle ging neulich gewissermaßen für England ins Rennen und setzte auf einen eher organischen Sound, an dem unter anderem will.iam, Kanye West und John Legend schraubten.
Diverse: 1. Mai - Helden der Arbeit O. S. TWenn am Tag der Arbeit in Kreuzberg Jahr für Jahr die Steine fliegen, täuschen Chaos und Randale nur zu leicht darüber hinweg, dass es sich hierbei im Kern um eine durchweg melancholische Veranstaltung handelt, eine, die ihr eigenes Verschwinden schon in sich trägt und dieses nur noch möglichst effektvoll zelebriert.
Tokyo Police Club: Elephant ShellFast drei Jahre haben sie gebraucht, bis das erste Album fertig war. Dabei haben sich Dave Monks, Josh Hook, Graham Wright und Greg Alsop, seit sie sich 2005 zum Tokyo Police Club zusammenschlossen, durchaus eine kleine Fangemeinde erarbeitet.
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