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zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 22. November 2012 | Von Ben Hiltrop, .

"Ich kann nicht mehr über alles singen"

Joe Cocker ist eine lebende Legende. Seit 50 Jahren steht er schon auf den Bühnen der Musikwelt. Ein Interview über erotische Lieder, Dinge, die er auf gar keinen Fall machen möchte und sein Hobby: Tomatenzüchten.


Was nach der Gesangskarriere kommt? Joe Cocker verkauft dann Tomaten. - 1 (© © Cole Walliser Sony)
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  • Was nach der Gesangskarriere kommt? Joe Cocker verkauft dann Tomaten. - 1 (© © Cole Walliser Sony)
  • "Wenn ich richtig in Stimmung bin, kommt bei meinen Schreien schon mal der kleine James Brown durch." Joe Cocker gibt im Studio immer noch alles. - 2 (© © Jeri Heiden Sony)
  • "Himmel, Joe, kannst Du das mit 68 Jahren wirklich noch singen?" Joe Cocker singt mittlerweile lieber über platonische Liebe, als über Sex. - 3 (© © Cole Walliser Sony)
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Was nach der Gesangskarriere kommt? Joe Cocker verkauft dann Tomaten.

Derzeit streitet die Republik über ein Renteneintrittsalter mit 67, Joe Cocker kann darüber nur müde lächeln. "The Sheffield Soul Shouter" steht mit seinen 68 Jahren weiter auf der Bühne und nimmt fleißig Alben auf. Der Sänger ist einer der wenigen noch aktiven Künstler, der schon 1969 beim legendären Woodstock-Festival rockte. Altersmüde ist er aber keineswegs geworden, vielleicht nur ein bisschen altersweise. Warum auch nicht? Den ewigen Rebellen muss er nicht mehr geben, er ist durch und durch tiefenentspannt. Und sogar so relaxt, dass er nach einigen Interviews zu seinem neuen Album "Fire It Up" und vor dem Gespräch sich erst einmal Zeit für einen erholsamen Spaziergang nimmt. Ausgeruht spricht Cocker dann über schlüpfrige Songinhalte, verpasste Zahnarztbesuche und sein Leben als Tomatenzüchter auf seiner Farm in Colorado.

msn: Mr. Cocker, büchsen Sie an Interview-Tagen gerne einfach mal so aus, um spazieren zu gehen?
Joe Cocker: Ich liebe es zu spazieren. Egal, wo ich bin, diese Zeit nehme ich mir. Ich gehe gerne einfach mal die Straße entlang und schaue nach, wo ein schöner großer Park ist. Aber der Zeitrahmen ist ja immer ziemlich eng gestrickt.

msn: Ganz ehrlich, haben Sie Spaß an Interviews oder betrachten Sie diese Arbeit als ein nötiges Übel?
Cocker: Nein, als Übel würde ich diesen Teil meines Jobs nun wirklich nicht betrachten (lacht). Ich bin nicht Bob Dylan, der ja so gut wie nie Interviews geben mag. Andererseits scheint es sich für ihn trotzdem auszuzahlen.

msn: In zwei Jahren werden Sie 70, auf Ihrem neuen Album "Fire It Up" haben Sie dennoch viele Ihrer markanten hohen Schreie. Wie kriegen Sie das in Ihrem Alter noch hin?
Cocker: Wenn ich Songs im Studio aufnehme, geschieht das immer mit einer kompletten Band. Ich brauche das, um mein eigenes Energielevel aufrechtzuerhalten. Wir spielen die Rohversionen immer komplett live ein, manchmal brauchen wir da aber auch schon acht Anläufe für den perfekten Take. Die meisten meiner Schreie auf den Gesangsspuren stammen aber aus den ersten Versuchen. Doch hin und wieder kommt es vor, dass ich meinen Einsatz nicht hinbekam. Dann stoppten wir die Aufnahmen, ich übte kurz für mich alleine, und schon lief alles wie geschmiert. Und wenn ich richtig in Stimmung bin, kommt bei meinen Schreien schon mal der kleine James Brown durch (lacht).

msn: Wie pflegen Sie ihre Stimme?
Cocker: Ich lebe ja in den USA, im Bundesstaat Colorado. Und dort ist die Luft wunderbar rein. Bevor ich mich ins Studio begebe, versuche ich eine Woche vorher so wenig wie möglich zu reden, lasse meine Stimme einfach mal ruhen und unternehme so gut wie nichts. Dann geht es direkt vom Flieger ins Studio. Das Problem ist nur, dass mir die Extraluft gerade einmal zwei Tage reicht. Danach erwischt mich dann doch der Großstadtsmog, weswegen meine Produzenten wissen, dass mein Gesang immer sofort aufgenommen werden muss. Ohne Wenn und Aber (lacht).

(Fortfahren)

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