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Bon Jovi - eine Erfolgsgeschichte ohne Skandale (von links): David Bryan, Richie Sambora, Tico Torres, Jon Bon Jovi.
Bon Jovi werden geliebt, gehasst, belächelt und vergöttert. Müsste man sich auf ein Wort beschränken, um die Band zu beschreiben, dann wäre es wohl schlicht: groß. "The Circle" nennt sich ihr neues Studioalbum, das elfte in ihrer Karriere ist es. Ins große Rund blicken sie auf ihren Tourneen, in volle Arenen und Stadien. Und sie machen den Eindruck, als ob es für sie rund laufen würde.
"Jon und ich hatten eine wunderbare Zeit", mit diesen Worten beschreibt Gitarrist Richie Sambora die Entstehung von "The Circle". Beide, Jon Bon Jovi und Richie Sambora, wurden kürzlich in die US-Songschreiber-Hall-Of-Fame aufgenommen. Große Leistungen sind es allemal, welche sie gemeinsam mit David Bryan und Tico Torres vollbrachten und vollbringen. Grammy-Gewinner, über 120 Millionen verkaufte Platten, Rekordtourneen wie 2008 zum letzten Album "Lost Highway". Groß sind sie, das müssen selbst Zweifler eingestehen.

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Geliebt, gehasst, belächelt, vergöttert: Wie auch immer man zu Bon Jovi steht, dass sie zu den ganz Großen im Rock-Business gehören, ist unstreitbar.
Und Zweifler hat es immer gegeben. Auf "Slippery When Wet", dem Album, das Bon Jovi den Durchbruch brachte, hätten sie "Heavy Metal für Menschen, die keinen Heavy Metal mögen" gemacht, meint ein Rocklexikon und konkretisiert die Aussage genüsslich: für Hausfrauen, jüngere Schulmädchen, Bauarbeiter. Mag ja stimmen. Dass alleine drei Songs dieser Platte, namentlich "Livin' On A Prayer", "You Give Love A Bad Name" sowie "Wanted Dead Or Alive" das Lebensgefühl einer Generation transportierten und auf keiner Achtziger-Hardrockparty fehlen dürfen, spricht dagegen nicht nur für ein breit gefächertes Publikum, sondern auch für musikalische Größe. Dank sei dem großen Gitarristen Richie Sambora, der dank den Beatles schon immer wusste, dass er ein Rockstar sein wollte. Dank sei Jon Bon Jovi, der als Schauspieler, Musiker und Frauenheld ein Image aufgebaut hat, welches - im Gegensatz zu einigen Kollegen - ohne Skandale und Schmutz auskommt. Dank sei dem Songschreiber Desmond Child, der damals wie heute an wichtigen Titeln beteiligt war.
Groß auch war die Reaktion auf die Hardrockvernichtungswelle der Neunziger. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, hielten sich Bon Jovi an ihren eigenen Albumtitel "Keep The Faith" und bewegten sich in Richtung eines allgemein verträglichen Rockrezepts, welches sich langsam aber sicher von kurzlebigen Trends abzukoppeln wusste. Auch die brillanten Soloausflüge von Jon Bon Jovi und Richie Sambora unterstrichen dies.

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Rockstar, Schauspieler, Frauenschwarm: Seit 1983 steht Jon Bon Jovi seiner Band vor.
Was danach kam, vergrößerte die Dimensionen, vollführte aber - bis auf das letzte, Nashville-beeinflusste Album "Lost Highway" - keine großen Sprünge. "This Ain't A Love Song", "It's My Life" und "Have A Nice Day" sind nur einige der Hits, die folgten. "We Weren't Born To Follow", die erste Single von "The Circle", ist keine Offenbarung. Darum geht es aber auch nicht. Bon Jovi werden den Song beim Mauerfall-Jubiläum am 09. November in Berlin live präsentieren. Große Gefühle vermag er anzufeuern. Darum geht es.

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Mit "The Circle" veröffentlichen Bon Jovi ihr elftes Studioalbum.
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