«Deutschland wird schwanger» bei Sat.1

Die SAT.1-Moderatorin Britt Hagedorn

Wer seinem Freund bislang nicht beichten wollte, dass er ein Intimpiercing hat, darf es ganz diskret bei Britt machen. Und wer schwanger ist und es seinem mittlerweile getrennt von ihm lebenden Partner nicht zu sagen traute - Britt schließt jeden in ihre Arme. Immer mittags um ein Uhr lädt Hagedorn in ihre Sat.1-Talkshow.

Doch jetzt hat die 37-Jährige eine neue Aufgabe von ihrem Sender erhalten. Von diesem Montag an wird die gebürtige Pinnebergerin immer montags um 20.15 Uhr vor Johannes B. Kerner ihre Fernsehreihe «Deutschland wird schwanger» präsentieren. Hagedorn, selbst Mutter einer zweijährigen Tochter, begleitet einige Paare vor, während und nach der Geburt. «Ich will eine lebensbejahende Sendung machen, die Leute sollen sich bewusst dafür entscheiden, Eltern zu werden, aber sich dabei eine gewisse Leichtigkeit bewahren», sagte Hagedorn über ihre Sendung.

Vor dem Ausstrahlungsbeginn hat es immer wieder senderintern Diskussion um die Reihe gegeben. Ursprünglich wollte der Sender eine große Eröffnungsshow rund um die werdenden Mütter und Väter ausstrahlen. Dieser Gedanke wurde aufgegeben, möglicherweise aus Kostengründen. Auch der Sendestart wurde verschoben, zunächst hieß es, Anfang Oktober soll die Show beginnen. Jetzt ist daraus Anfang November geworden. Im Verbund mit Kerners Premiere erhofft sich Sat.1 eine Stärkung für den sonst quotenschwachen Montagabend.

Im Vorfeld hat Hagedorns Langzeitprojekt «Deutschland wird schwanger» bereits erste Früchte getragen: Bei 36 von 100 Paaren, die im vergangenen Jahr von der Hamburger Produktionsfirma Schwartzkopff TV für die Dokusoap gecastet wurden, klappte es mit der Empfängnis. 21 hätten bereits ein Kind bekommen. Hagedorns Show «Britt» (seit 2001 im Programm) ist nach dem Abgang von Oliver Geissen (RTL) die einzige verbliebene tägliche Talkshow. Sie wolle sie so lange weitermachen wie möglich, sagt sie. Auch diese Sendung wird von Schwartzkopff TV produziert.