Die Mumie kehrt zurück

Die Ägyptologin Evelyn (Rachel Weisz) hat allen Grund zum Schreien.

Typisch für eine Fortsetzung, beschäftigt sich «Die Mumie kehrt zurück» (RTL II, 20.15 Uhr) weniger mit der Etablierung seiner Figuren. Mit einem Feldzug der Hundemumien-Armee des Gottes Anubis und MP-Salven auf die Helden lässt der Regisseur Stephen Sommers es gleich zu Beginn richtig krachen. Der Abenteurer Rick und die Bibliothekarin Evelyn, mittlerweile seit zehn Jahren verheiratet, unternehmen mit ihrem Sohn Alex riskante Schatzsuchen à la Indiana Jones. Evelyn hat sich zu einer Action-Archäologin entwickelt, die sich Kampfsport-Duelle mit Anck-su-Namum liefert, der Geliebten der Mumie Imhotep.

Neben dem wieder zum Leben erweckten Imhotep (Vosloo) müssen Evy und Rick samt Sohn und Verbündeten auch den Skorpionkönig daran hindern, mit Anubis Armeen die Welt zu beherrschen. Mitunter treten sich die Fieslinge dramaturgisch auf die Füße: der Showdown mit Zweikämpfen, Gefechten und Zauberei findet auf vier Schauplätzen gleichzeitig statt. Aufwendig animiert und getrickst wurden Kampfszenen mit Pygmäen-Mumien, Massenschlachten und die Zerstörung einer Riesenoase. Das Budget lag mit 100 Millionen Dollar um mehr als ein Viertel höher als beim ersten Teil des Spektakels.

Mit witzigen Dialogen, abstruser Mystik und den Action-Klischees des Genres liefert die Produktion genau das, was von einer Fortsetzung der «Mumie» zu erwarten war: beste Wochenendunterhaltung, die auch nichts anderes zu sein beansprucht.

«Ich lasse diesmal den Nil anschwellen anstelle des Wüstensandes», beschrieb der Imhotep-Darsteller Arnold Vosloo den Unterschied zum Vorgänger.