
Als seine Frau (Susanne Uhlen) in Island auftaucht, muss Robert (Christian Kohlund) sich seiner Vergangenheit stellen. (Bild: ARD Degeto/Graf Film/Arnaldur Halldórsson)
«Und sie war teuer», erinnert sich der österreichische Fernsehproduzent Klaus Graf an die Dreharbeiten zum ARD-Melodram «Island - Herzen im Eis», das an diesem Freitag (20.15 Uhr) ausgestrahlt wird. Denn kaum waren die Dreharbeiten Mitte September abgeschlossen, nahm die Krise ihren Lauf - und Island war nicht mehr das Island, das bis dahin existiert hatte.
Mit oder ohne Krise: Für den Produzenten war die Insel eine «ganz besondere Herausforderung», allein durch das wechselhafte Wetter. Die Produktionsbedingen seien aber gut gewesen, allein wegen der Dienstleister vor Ort, die im Gegensatz zu Kollegen in vielen anderen Ländern geradlinig gearbeitet hätten. «Jeder hat seine Vorstellung von der nördlichen Exotik», sagt Graf, der den Film für die ARD- Filmtochter Degeto und den ORF produzierte. «Aber auch wenn die Insel alles zum Leben bietet, stellt man sich automatisch die Frage: Würde ich da wirklich leben wollen?»
Die prominent besetzte Geschichte beginnt mit einem Urlaub: Die Architektin Eva König (Susanne Uhlen) lernt bei einer Gletschertour den Hundeschlittenführer Robert Sörensen (Christian Kohlund) kennen und erkennt in ihm ihren vor 28 Jahren verschollenen Ehemann wieder. Während sie in den nächsten Tagen versucht, Robert ausfindig zu machen, um ihren Verdacht zu bestätigen, verliebt sich ihr Sohn Peter (Matthias Dietrich) in die Reiseleiterin Karen (Pauline Knof), nicht ahnend, dass sie Roberts Tochter und damit seine eigene Schwester ist.
Die zarte Liebe weckt außerdem die Eifersucht des Schafzüchtersohns Ludvik (Christoph von Friedl). Schon lange ringt der sensible junge Mann um Karens Gunst, gegen den Willen seines herrischen Vaters Kristjan (Heinz Hoenig). Dieser ist von tiefem Hass gegen Robert erfüllt, macht er ihn doch für den Unfalltod seiner geliebten Cousine, Karens Mutter, verantwortlich. Dabei hütet er selbst seit Jahrzehnten ein Geheimnis, das den Film zu einer überraschenden Wende bringen soll.
Auch an den beiden Freitagen darauf sendet die ARD zwei Filme des Produzenten Graf in der Reihe «Lilly Schönauer», unter anderem mit Barbara Wussow, Hardy Krüger jr. und Helmut Zierl. Im nächsten März reist Graf nach St. Petersburg, um nach einem Drehbuch von Rolf René Schneider das Drama «Russisches Roulette» zu realisieren. Darin geht es um eine Auslandskorrespondentin, die in der Petersburger U- Bahn plötzlich ihr achtjähriges Kind verliert.






















