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zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 19. Juli 2012 | Von Frank Rauscher, .

Alles nur gefaked - na und?

Alles Lüge im Reality-TV, weiß doch jedes Kind! Muss das Publikum trotzdem alles schlucken? Brauchen wir eine Talkshow, deren Gäste gecastet wurden und Sätze nach Drehbuch-Art aufsagen? Die SAT.1-Show "Annica Hansen - Der Talk" entflammt eine alte Diskussion.


Schöner Schein? Annica Hansens SAT.1-Talk läuft nach Drehbuch ab. - 1 (© © SAT.1 Benedikt Müller)
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  • Schöner Schein? Annica Hansens SAT.1-Talk läuft nach Drehbuch ab. - 1 (© © SAT.1 Benedikt Müller)
  • Talkt jetzt bei SAT.1 um 12 Uhr mittags: Annica Hansen. - 2 (© © SAT.1 Benedikt Müller)
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Schöner Schein? Annica Hansens SAT.1-Talk läuft nach Drehbuch ab.

Man weiß gar nicht, wer einem jetzt mehr leid tut: das Publikum, das mal wieder, man kann es einfach nicht anders sagen, von einem Fernsehsender getäuscht wurde. Oder doch die junge Moderatorin, deren TV-Karriere gleich mit einem gepfefferten PR-Desaster beginnt. "Meine Sendung soll bunt und laut werden. Meine Gäste sollen eine Bühne bekommen", erklärte Annica Hansen (29) im Interview zum Start ihrer zunächst zwei Wochen auf Probe laufenden SAT.1-Sendung "Annica Hansen - Der Talk" (seit 9. Juli, werktags, 12 Uhr). Eine Aussage, die man jetzt mit ganz anderen Augen sieht, seit bekannt ist: Das Ganze ist eine einzige Inszenierung mit gecasteten Schauspielern. Die Frage ist: Soll man sich darüber überhaupt noch entrüsten?

Weiß doch ohnehin jeder, dass im TV geschummelt wird - wir denken an die unsäglichen Laien-Darbietungen im Nachmittagsprogramm einiger schmerzbefreiter Privatsender, aber auch an die berühmt gewordene Balljungenszene mit Jogi Löw bei der EM, die nachträglich in die UEFA-Übertragung des Spiels der Nationalmannschaft gegen Holland geschnitten wurde. Also, soll man?

Ja, man muss! "Sexy Hexy - Ein Festival der Liebe" oder "Wahnsinn - Ich bin so heiß wie ein Vulkan" ... - eigentlich müsste man die Macher schon für die bloße Titelwahl verdonnern, sich eine komplette Woche lang ihre eigenen Talkshows in Endlosschleife anzusehen. Da würde ihnen bestimmt irgendwann auffallen, was jedem mit einem Minimum Sozial- und Medienkompetenz ausgestatteten Zuschauer schon beim ersten Sehen klar ist: Leute, das geht gar nicht! Wir brauchen sie nicht, diese geleckten Hugos, 19, die (natürlich zum Sound des offenbar nur für Talkshows produzierten Baha Men-Brüllers "Who Let The Dogs Out") auf die Bühne kommen, feist lächeln und sagen: "Die Ladys lieben mich. Ich bin Marke Frauenglück!"

Wir bräuchten sie nicht mal, wenn sie echt wären. Aber wenn so ein halbseidener Checker sich als mieser Fake durchs Mittagsprogramm labert, wird es wirklich ärgerlich - nämlich alleine deshalb, weil das Publikum vorher eben nicht gewarnt und darauf hingewiesen wurde, dass hier alles nur gelogen, inszeniert und aufgesagt ist, und, auch wenn das zynische Fernsehleute anders sehen mögen, nicht jeder Zuschauer in der Lage ist, die sogenannte "Scripted Reality" auf Anhieb als solche zu identifizieren.

(Fortfahren)

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