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zuletzt aktualisiert: Montag, 2. April 2012 | Von Wilfried Geldner, .

Honeckers Aufstieg und Ende

Aufschlussreiche Dokumentation über Aufstieg und Fall des langjährigen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker.


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Der Palästinenserführer Jassir Arafat gehörte zu Erich Honeckers Verbündeten.

Das Ende war ernüchternd. Nachdem das Volk in der DDR auf die Straße gegangen war und die Absetzung der regierenden Machthaber forderte, fädelte Egon Krenz den erzwungenen Rücktritt Erich Honeckers ein. Über den sowjetischen Botschafter in Ost-Berlin war Michail Gorbatschow in die Umsturzpläne eingeweiht und hatte seine persönliche Zustimmung im Kreml gegeben. Am 17. Oktober, kurz nach 10.00 Uhr, wird Honecker, seit 18 Jahren Staatsratsvorsitzender und Generalsekretär des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) vor vollendete Tatsachen gestellt und verkündet anderntags sein politisches Ende. Der renommierte Dokumentarfilmer und NDR-Redakteur Eric Friedler ("Aghet - Ein Völkermord", "Das Schweigen der Quandts") beschreibt anlässlich des 100. Geburtstags Honeckers am 25. August 2012 in der Dokumentation "Der Sturz - Honeckers Ende" den Aufstieg und Fall eines widersprüchlichen deutschen Politikers.

"Honecker war ein ideologischer Hardliner, der 1961 den Aufbau der Mauer koordinierte und dessen Regime als Unrechtsstaat für Mauertote, Schießbefehl, Stasi und Zwangsadoptionen stand", so der Autor des Films. "Im Umfeld der Wende stürzte der ehemalige Vorzeige-Sozialist in die Obdachlosigkeit, sah sich auf der Flucht im eigenen Land."

"Ich stelle den Antrag, den Genossen Honecker von seiner Funktion als Generalsekretär zu entbinden", sagte der Ministerratsvorsitzende Willi Stoph zu Beginn der Politbüro-Sitzung am 17.10.1989. Nach dreistündiger Diskussion schlossen sich diesem Antrag Honeckers engste Vertraute an. Auch Honecker selbst hob am Ende zustimmend die Hand. Einen Tag später tritt der 77-Jährige, vorgeblich aus gesundheitlichen Gründen, vor dem Zentralkomitee offiziell von allen Ämtern zurück. Tatsächlich wurde bei ihm im Juli nach einer erlittenen Gallenkolik ein bösartiger Nierentumor entdeckt.

Vor dem Zentralkomitee verabschiedete er sich mit den Worten: "Die Gründung und die erfolgreiche Entwicklung der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik ... betrachte ich als die Krönung des Kampfes unserer Partei und meines eigenen Wirkens als Kommunist." Der Verantwortung vor einem öffentlichen Gericht entzog sich der Schwerkranke, der zunächst Kirchenasyl in Lobetal erhalten hatte, durch seine Ausreise nach Chile, wo er am 29. Mai 1994 starb. Friedlers Dokumentation porträtiert mit Hilfe nationaler und internationaler Zeitzeugen den Aufstieg und Fall Erich Honeckers und kommt dabei zu mancherlei neuen Erkenntnissen.


Weitere Infos unter:

Infoseite Erich Honecker
Kurzbiografie Erich Honecker

Der Sturz
Genre:Dokumentarfilm
Sendedatum:02.04.2012
Sendezeit:21:00:00
Sendername:ARD

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