
Gaby Dohm (l-r), Christian Wolff und Susanne Gärtner bei Dreharbeiten zum ARD-Film ''Für immer Venedig''
Der einstige Förster Martin Rombach aus dem «Forsthaus Falkenau» ist hier nun nicht unentwegt edel und überlegen, sondern - als pensionierter Sicherheitsanlagenexperte Robert Frank - zuweilen leicht verschusselt und immerzu, trotz Ruhestands, auf seinen Beruf fixiert. Auch hier in Venedig, wohin er mit erwachsener Tochter (Susanne Gärtner) zu einem Treffen mit seiner mondänen Ex (Charlotte Schwab) reist. Gleich zu Beginn sieht man die beiden Damen im munteren Schwatz durch die Gassen schreiten, während der geduldige Robert leicht ächzend das Gepäck hinterherschleppt.
Er ist einer, der diese Welt sehr ernst nimmt. Und da tut es nur gut, in der Trattoria-Besitzerin Mia Remo (Gaby Dohm) auf ein ganz anderes Naturell zu treffen, immerzu fröhlich, vital, wirklichkeitszugewandt. Allerdings hat es mit dieser Dame einen Haken. Und bald schon sieht sich der übersolide Versicherungsexperte in eine Diebesgeschichte rund um eine unschätzbar wertvolle Vase aus altvenezianischem Glas verwickelt. Da klettert er denn in Gesellschaft seiner neuen Herzensdame im Museum über die Laserstrahlen der Sicherheitsanlage hinweg, um die Kopie gegen das Original zurückzutauschen. Wolff: «Das grüne Laserlicht wurde später einkopiert. Bei der Aufnahme markierten kreuz und quer gespannte Bindfäden, welchen Weg Gaby Dohm und ich nehmen mussten.»
Er genoss die komödiantischen Möglichkeiten der Rolle und den venezianischen Hintergrund gleich dazu, wie alle anderen im Ensemble auch. Susanne Gärtner: «Das war einfach ein Traum, dort mal filmen zu können.» Ein teurer Traum, denn Filmerei an der Lagune ist logistisch ein aufwendiges Unternehmen. Aber Produzentin Katharina Trebitsch, Venedig-erfahren von ihren Donna-Leon-Verfilmungen, entschied: «Manche Stars verlangen viel, aber sie bringen noch mehr.» Und Venedig ist solch ein Star, den Regisseur Michael Steinke in allen leuchtenden Tönen ins Bild rückte.
Gaby Dohm, auch sie in ihrer Rolle nicht wie oft nur nobel und damenhaft, sondern mit kleiner krimineller Energie ausgestattet, war vor allem von den kleinen Lokalen entzückt und ertappte sich beim Wunsch, vielleicht mal selbst so eine Trattoria zu führen - aber dann doch lieber nicht: «Früher war immer mein Wunsch ein kleines Lokal mit täglich wechselndem Eintopf. Das habe ich rasch wieder verworfen, denn da müsste ich ja jeden Tag bis in den späten Abend hinein da sein. Und ich gehe nun mal immer schon um zehn ins Bett.»






















