
Kommissar Stark (Boris Aljinovic), Kommissar Ritter (Dominic Raacke) und Weber (Ernst-Georg Schwill) zwischen Schweinen.
Ihm durchkreuzt nun niemand mehr den Plan, Teilhaber aus der Ukraine ins Unternehmen zu holen. Doch ganz so einfach wird es für die Ermittler Ritter (Dominic Raacke) und Stark (Boris Aljinovic) dann doch nicht. «Schweinegeld» heißt der «Tatort»-Krimi, den die ARD an diesem Sonntag (20.15 Uhr) ausstrahlt.
Das Blut aus zerlegten Schweinehälften bleibt dabei nicht das einzige, das fließt. Ritter wird niedergeschlagen und darf sich beim Flirten mit den Schwestern im Krankenhaus erholen; sein Partner Stark muss deshalb allein weiterermitteln. Und die Liste möglicher Täter ist lang: Merklingers Frau gibt sich verbittert und kühl, die Mutter seiner Geliebten arbeitet seit Jahren im Unternehmen und ist mit der Liaison alles andere als glücklich. Und dann sind da noch all die bulgarischen Arbeiter, die für einen Hungerlohn in der Firma schuften und drei Monate gar kein Geld bekamen.
Die Obduktion ergibt: Der Fleischkönig wurde zwar mit Klebeband gefesselt, aber so nicht ermordet: Als er zwischen Schweinehälften abgelegt wurde, war er bereits tot. Die Ermittlungen zwischen blutigen Knochen und Fleischstücken ergeben Gruseliges: Ein Gammelfleisch-Skandal im Jahr zuvor ist nicht das Einzige, was in der Firma juristisch zum Himmel stinkt. Und so erfahren die Zuschauer nebenbei auch, wie man ausländische Hilfskräfte zu legalen EU- Arbeitern macht und nebenbei Millionen-Subventionen einstreicht.
Zum Lösen des Falls reicht das nicht. Auch die Kollegen in Bulgarien können nicht weiterhelfen. Ein Ermittler dort berichtet über Webcam und im verwüsteten Büro eines dubiosen Geschäftspartners Merklingers stehend nach Berlin - was wenig realistisch und unfreiwillig komisch wirkt. Der Mann sei für seine Menschenschiebereien bekannt, so erzählt der Kommissar, nun aber weg. Kurz darauf liegt der Gesuchte mit einem Loch im Kopf in Berlin.
Zum Glück ist Stark nicht ganz allein: Weber (Ernst-Georg Schwill) ermittelt mit. Zum Schluss sind es winzige Fadenwürmer, sogenannte Trichinen, die in dem Fall die Schlüsselrolle spielen. Viele dunkle Gefühle gibt es in diesem Tatort, und es wird mächtig viel geraucht. Stark und sein Ersatz-Partner ergeben ein nettes Duo - was im Film auch Weber findet: «War 'ne gute Zusammenarbeit.»






















