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Freitag, 2. Dezember 2011

"Raus aus den Schulden": Zwegat schaltet die Polizei ein

Die vorerst letzte Folge der RTL-Sendung zeigte am Mittwochabend einen der dramatischsten Fälle, mit denen es Peter Zwegat je zu tun hatte. Erstmals sah sich der Schuldnerberater sogar gezwungen, die Polizei einzuschalten.


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Zum Ende der neunten Staffel steht Peter Zwegat vor einer besonderen Herausforderung: Für Susanne Hinze muss er neben seiner Rolle als Schuldnerberater auch in die eines Sozialpädagogen schlüpfen, denn seine Klientin hat mit starken psychischen Problemen zu kämpfen und muss ihr Leben vollkommen neu organisieren.

Mit hartnäckiger Beratung und knallharter Kritik hat Peter Zwegat (61) schwere Fälle geknackt und vielen Schuldnern die Augen geöffnet, doch diesmal lagen die Probleme seiner Klientin nicht nur im finanziellen, sondern auch im psychischen Bereich.

Susanne Hinze hatte noch vor einiger Zeit einen gut bezahlten Job als Medizintechnikerin, doch dann schlägt das Schicksal zu: 2007 fiel ihre Mutter ins Koma. Zwei Jahre lang pflegte sie diese neben der anstrengenden Arbeit und kümmerte sich rührend um sie. Als ihre Mutter stirbt, verkraftet die 34-Jährige das nur schwer - sie erleidet einen psychischen Zusammenbruch und muss für drei Monate ins Krankenhaus.

In dieser Zeit lösen Vater und Ex-Freund hinter ihrem Rücken ihre Wohnung auf. Susanne verliert alles: ihren Job, ihr Zuhause und ihr gesamtes Hab und Gut. Zwegats Klientin lebt seitdem in ihrem Auto. Um sich um Sozialhilfe und eine Krankenversicherung zu kümmern, fehlt ihr die Kraft.

Über ihre Schulden hat die ehemalige Medizintechnikerin mittlerweile jeglichen Überblick verloren, da viele Dokumente verloren gegangen sind. Fest steht jedoch, dass sie nicht nur die Pflegekosten für ihre Mutter getragen hat, sondern ihr auch eine Finanzierung in Höhe von 50.000 Euro für das marode Elternhaus zu Lasten gelegt wird - und hier kommt Peter Zwegat ins Spiel, der sich diesmal nicht nur um die Finanzen seiner Klientin sorgen muss. Vor allem eine sensible Vorgehensweise und psychologische Unterstützung sind hier gefragt!

Mit der Hilfe von Peter Zwegat ist Susanne in kürzester Zeit krankenversichert und ihr Grundbedarf durch Hartz IV gesichert. Er sucht sogar eine Psychologin auf, um einen Therapieplatz zu organisieren. Und auch eine neue Wohnung will er ihr besorgen, doch dann beginnen die Probleme: Susanne holt sich ihren Hund von ihrem Ex-Freund zurück und erschwert damit erheblich die Job- und Wohnungssuche. Mit der Kritik des Schuldnerberaters kommt sie nicht zurecht und taucht unter! Drei Wochen lang weiß niemand, wo Susanne sich befindet. Aufgrund des labilen psychischen Zustands seiner Klientin sieht Zwegat Handlungsbedarf: Er schaltet die Polizei ein und meldet sie als vermisst!

Wenig später meldet sich Susanne bei Peter Zwegat zurück. Sie wirkt verändert und möchte nicht verraten, wo sie Unterschlupf gefunden hat. Zwegat erahnt, dass Susannes psychische Probleme noch gravierender sind als angenommen, möchte aber an dem Fall dran bleiben. Trotz des Widerstandes und der ständigen Stimmungsschwankungen seines Schützlings gelingt es ihm, zumindest Susannes Geldprobleme halbwegs in den Griff zu bekommen: Er findet eine Wohnung für sie und ein Tierheim für den Hund, der dort tagsüber bei Bedarf untergebracht werden kann. Zudem vermittelt er zwischen Susanne und ihrem alkoholkranken Vater, bis beide sich über den Verbleib des verschuldeten Elternhauses einigen.

Beinahe ein Jahr lang hat Zwegat versucht, seine Klientin Susanne Hinze nicht nur aus der Schuldenfalle zu retten, sondern ihr auch ein normales, bürgerliches Leben zurück zu geben - erfolgreich abschließen kann er den Fall jedoch nicht. Der TV-Schuldnerberater hat den Kontakt zu Susanne mittlerweile wieder verloren. Ob sie regelmäßig in einer Therapie Hilfe sucht und ihr Leben alleine lenken kann, bleibt offen.

Das Schicksal der 34-Jährigen hat offenbar viele deutsche Zuschauer ergriffen. Satte 4,19 Millionen schalteten bei "Raus aus den Schulden" ein und blieben dran.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal Peter Zwegat schwerste Fälle ...

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